Der Antrieb


…was hat der mir schlaflose Nächte beschert…Nach mehreren Prototypen wie z.B. über Kettensystem ähnlich dem eines Panzers oder über einen Excenter etc. habe ich über einen Modellbaufreund den optimalen Antrieb für die Riemen (und Rudermannschaft) bekommen: Der Antrieb funktioniert über Längenverschiebung ähnlich einer Dampflok, d.h. eine Schiene bewegt sich auf einer Höhe, eine zweite Schiene bewegt sich auf und ab. Dadurch erhalte ich insgesamt eine Längen- und Höhenverschiebung, was zusammen eine ellipsenförmige Bewegung erzeugt. Da bei dieser Galeere die Riemen oberhalb des Deckes liegen, kam die nächste Herausforderung: Wie bekomme ich die Mechanik nach oben, ohne dass das Deck an Ästhetik verliert? Nach langem Überlegen und Ausprobieren kam ich auf die aktuelle Lösung: Im Mittelsteg verlaufen Verlängerungen des Antriebes nach oben, die dann an die Führungsschiene für die Riemen befestigt werden. Um den Transport zu erleichtern, mussten die Riemen abnehmbar sein…nur wie? Zuerst versuchte ich Metallstifte von oben durch die Borde zu stecken, um die Riemen zu fixieren, was sich aber auf Dauer nicht als idealste und schönste Lösung herausstellte, da die Metallstifte durch die Bewegung der Riemen z.T. herausgedrückt wurden. Jetzt mache ich es folgendermaßen: Ich schiebe die Metallstifte unterhalb der Borde durch die Riemen und befestige sie mit einem Splint, so wird auch die Oberseite der Schiffkante nicht durch die Löcher verunstaltet. Es wird mir oft die Frage gestellt, ob ich die Riemen separat Steuerbord oder Backbord laufen lassen kann. Leider würde dadurch eine Schlingerbewegung auftreten, die aufgrund des geringen Tiefgangs und der bewegten Masse nicht ausgeglichen werden kann. Um bei einem solch großen Schiff eine optimale Manövrierfähigkeit zu gewährleisten, wurde ein Bugstrahlruder und im Heck ein Shottleantrieb zusätzlich eingebaut.










Ausschnitt des Heckspiegels.
Der Kommandostand mit den Intarsienarbeiten.
Aufgang zum Vorderaufbau des Bugs.